Aktuelles vom Böddiger Berg

Jährliche Fahrt nach Eltville

Am 21. Februar 2017 hat der Böddiger Berg Vorstand mit Vorsitzendem Klaus Stiegel und Weinfreunden das Staatsweingut Kloster Eberbach in Eltville besucht. Unser begehrter Böddiger Berg ist fertig und wartet nur noch auf die Flaschenabfüllung. Der erste Schluck und die Feinabstimmung des 2016ner Tröpfchen war schon mal einmalig und verspricht Vieles. Auch hat der Förderverein eine ausreichende Menge an Sekt eingeplant, dieser kommt aber erst später nach Nordhessen.

Böddiger Berg 2017

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Der neue Jahrgang vom Böddiger Berg ist da!

Viel Freude hat der Wein vom Jahrgang 2016 bereitet. Schon früh hatte sich angedeutet, dass sowohl die Fruchtansätze nach der Blüte wie auch Wachstum und Reife der Trauben eine optimale Entwicklung genommen haben. Zur Lese am 12. Oktober waren 75 Helferinnen und Helfer nötig, um rd. 10 to Weintrauben zu ernten, die im Staatsweingut Kloster Eberbach in Eltville zu 7.500 l Most gekeltert wurden. Mit 82° Öchsle und niedriger 8,2 gr. natürlicher Säure waren gute Werte vorhanden, um einen ausgezeichneten Wein herzustellen. Nachdem 1.200 l zur Versektung abgegeben wurden (s. u.), wurden von der verbleibenden Menge 8.300 Flaschen Wein geliefert, die ab Mitte April 2017 zur Verfügung standen. Eine erste Verkostung des neuen Jahrgangs am Burghotel Heiligenberg (s. Hess. Allgemeine vom 20.04.2017) bestätigte die Erwartungen und begeisterte die Teilnehmer. Ein feiner, herb-frischer und fruchtiger Tropfen, mit dem Aroma aus Mineralien des nordhessischen Basaltverwitterungsbodens - so lautete das Urteil. Bei den Verkostern kam gut an, dass der Wein wieder trocken ausgebaut war - so wie man es vom Böddiger Berg erwartet.

Leider ist das Markenprodukt schon wieder ausverkauft und allenfalls noch im Ausschank der belieferten Hotels und Restaurants zu erhalten (s. Verkaufsstellen).

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Aktuelle Situation am Weinberg

Vorfreude auf den heranwachsenden Wein des neuen Jahrgangs 2017 - dieses Gefühl bestimmt die augenblickliche Situation am Böddiger Berg. Auf der gepflegten und noch vom kräftigen Grün der in vollem Saft stehenden Blättern der Weinstöcke dominierten Anlage ist das Wachstum der Trauben vollständig abgeschlossen. Sie stehen jetzt voll in der Phase des Aufbaus der Fruchtsüße, die durch die Assimilation von vielen Sonnenstunden bis zur endgültigen Reife im Oktober anhalten wird.

Leider ist durch erst später erkennbare Frostschäden der zu erwartende Ertrag wieder deutlich geringer als im Vorjahr - besonders die älteren Ehrenfelser-Reben sind davon betroffen. Deshalb ist in diesem Jahr wieder mit einer bescheideneren Ernte zu rechnen - wir hoffen dennoch, dass wir von Krankheiten und Schädlingen verschont bleiben und eine Menge in der Größenordnung des langjährigen Durchschnitts (etwa 6.000 Flaschen) herstellen können.

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Lieferung von Sekt Jahrgang 2017

Aus der guten Ernte des Jahres 2016 konnten - wie bereits berichtet - 1.200 l zur Versektung abgegeben werden. Diese Lieferung ist vom Sekt-Hersteller Reuter und Sturm in Walluf in Flaschen gefüllt und einem 2. Gärvorgang (Flaschengärung) unterzogen worden. Nach einem nochmals rd. 6 - 7 Monate dauernden Gär- und Herstellungszeitraum ist Anfang November 2017 mit der Auslieferung von 1.600 Fla-schen zu rechnen. Auch der bekömmliche, trockene Sekt vom Böddiger Berg mit der typischen Geschmacksnote des nordhessischen Weines hat inzwischen viele Freunde, die schon voller Erwartung dem neuen Produkt entgegensehen. Er wird nach der Auslieferung Anfang bis Mitte November 2017 in den bekannten Verkaufsstellen in einer neuen attraktiven Premium-Flasche mit markantem Prägesiegel zum Preis von 12,00 € zu beziehen sein - evt. schon als edles Geschenk für Weihnachten!

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Wie bereits öffentlich angekündigt (siehe Artikel) in der HNA im Pressespiegel, deutet sich ein Wechsel bei den Felsberger Weinköniginnen an.
Nach 2 erfolgreichen und engagierten Jahren gibt die bisherige Weinkönigin Simone Schnittger die ihr übertragene Würde zurück und mit der noch einzuführenden Königin Karina Hilgenberg und der ihr zur Seite stehenden Weinprinzessin Victoria Hilgenberg treten zwei neue Majestäten die Regentschaft an. Die Inthronisierung ist anlässlich des Weinfestes in Felsberg ( Termin steht noch nicht fest) vorgesehen. Mit Karina wird eine Amtsinhaberin eingeführt, die diese Aufgabe schon einmal wahrgenommen hat.

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Neue Weinkönigin und Weinprinzessin im Amt

Die Inthronisierung der beiden neuen Majestäten ist inzwischen erfolgt und Karina (als Weinkönigin) sowie Victoria (als Weinprinzessin) sind offiziell im Amt.
Beginnend mit der Weinlese 2015 haben die beiden bereits eine Reihe von Verpflichtungen und Veranstaltungen wahrgenommen und sowohl dem Böddiger Berg wie auch die Stadt Felsberg hervorragend vertreten.

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Riesling ersetzt Kerner
Riesling füllt die Lücken


400 neue Weinstöcke für den Böddiger Berg
Von Manfred Schaake

Böddiger. Weitere Verjüngungskur für den nördlichsten Weinberg Hessens: Im Auftrag des Fördervereins Böddiger Berg pflanzt das Homberger Garten- und Landschaftsbauunternehmen Lambrecht 400 neue Weinstöcke. Der Förderverein investiert nach Angaben seines Vorsitzenden Klaus Stiegel etwa 10 000 Euro. Bereits vor zwei Jahren waren ebenfalls für 10 000 Euro rund 430 Weinstöcke gepflanzt worden. Und auch vor sieben Jahren waren neue Pflanzen in den Lavaboden gekommen.

Der ehemalige Felsberger Bürgermeister, der den 24 Mitglieder zählenden Förderverein seit seiner Gründung 1993 führt, spricht von einer Stabilisierung des Bestandes: “Es ist keine Erweiterung der Anbaufläche.” Etwa 4000 Weinstöcke gehören zum Böddiger Berg, auf dem es im Vorjahr eine Rekordernte gegeben hatte – HNA berichtete. Von dem 1,4 Hektar großen Weinberg mit herrlichem Blick ins Edertal und die drei Burgen sind 1,2 Hektar bepflanzt. 70 Prozent der Weinstöcke sind Ehrenfelser. Jetzt aber wird nur noch Riesling gepflanzt. Die zum Schutz grün eingewachsten Hochstämme kommen aus einer Rebschule in Mannheim. “Riesling und Ehrenfelser passen gut zusammen, lassen sich gut gemeinsam keltern”, erläutert Stiegel.

Die Pflanzaktionen der vergangenen Jahre waren notwendig geworden, weil Weinstöcke eigetrocknet oder von Schädlingen befallen waren. Nach Angaben Stiegels gab es Probleme mit der Mauke, “und gegen die Mauke gibt es keine Bekämpfungsmöglichkeit”. Das sei eine von einem Pilz verursachte Erkrankung: “An der Veredelungsstelle bildet sich ein Geschwulst, das ist wie Krebs.”

Ist die Pflanze geschwächt, dringt der Pilz in die aufgerissene Rinde ein. Künftig soll es dazu nicht mehr kommen. War die Veredelungsstelle bei früher gepflanzten Propfreben am Boden, so liegt sie laut Stiegel jetzt 30 Zentimeter hoch. Nach drei Jahren werden sich an den neuen Stöcken spärliche Trauben bilden. “In vier bis fünf Jahren rechnen wir dann mit einer vollen Ernte”, sagt Klaus Stiegel.

An der unteren Seite des Weinberges werden jetzt drei Reihen Kerner durch Riesling ersetzt. Der Kerner, sagt Stiegel, brachte zwar einen guten Ertrag. Die Trauben wurden aber früher reif, “und die Amseln und Waschbären ernteten die Früchte gern schon vor der Weinlese”.

Mit den Pflanzaktionen will der Förderverein Stiegel zufolge ein Zeichen setzen: “Wir möchten den Weinberg fit machen für die Zukunft. Und wir möchten in Zukunft junge Mitglieder werben, die auch Verantwortung übernehmen.”

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Weinlehrpfad und Schutzhütte fertig gestellt (Oktober 2012)

Nach langer Vorbereitung und Planung ist im Juni 2012 der Baubeginn eines Weinlehrpfades und einer Schutzhütte am Böddiger Berg erfolgt. Mit den Bauarbeiten ist unmittelbar nach Eingang des Förderbescheides aus dem europäischen „Eler-Programm“ begonnen worden.

Mit dem Weinlehrpfad werden Besuchern und Gästen bessere Einblicke und Kenntnisse über den Weinanbau und die Rebsorten geboten. Es wurden in der obersten Reihe der Rebfläche jeweils fünf Weinstöcke von 2 Rotweinsorten (Rotburgunder und Dornfelder) sowie 8 Weißweinsorten (u.a. Müller-Thurgau, Riesling, Silvaner und Scheurebe) gepflanzt, die inzwischen alle angewachsen sind.

Auf Schildern und Hinweistafeln werden Ursprung und Entwicklung der jeweiligen Traubensorten dargestellt und mit Text und Bildern unterlegt.

Ingesamt werden dem Betrachter Informationen über den Weinbau allgemein und dem Anbau in Nordhessen geboten, die durch fachkundige Führungen zusätzlich vertieft werden können.

Ein Schmuckstück ist die neue, offene Schutzhütte geworden, die sich harmonisch in die Umgebung einfügt und Platz sowohl für Gäste- und Besuchergruppe bietet wie auch von den Helfern bei der Weinlese genutzt werden kann.

Sie hat ihre Bewährungsprobe bereits bei der Lese 2012 bestanden. Betreut vom Hüttenwart Horst Rietschle kann sie für Führungen und Weinproben genutzt werden.

Mit den neuen Einrichtungen wird der Förderverein einen Beitrag zum Tourismus und Fremdenverkehr im Edertal und speziell der Stadt Felsberg leisten.